Wechselwirkung’s Blog

25. Oktober 2009

Brief an einen interessierten Ordensbruder

Gespeichert unter: Briefe, Gott und die Welt, Selbstwahrnehmung — by wechselwirkung @ 19:40

Lieber D.!

Zu allererst möchte ich Dir für die schöne Gestaltung und Leitung des Logentags danken. Ich fand, daß wir eine sehr schöne Atmosphäre und Stimmung hatten. Mir gefällt, die Lockerheit, die Du da reinbringst.
Dann möchte ich mich aber auch entschuldigen, daß ich das Gespräch über Schamanismus so abgewürgt habe. Ich hoffe, ich habe da nicht allzu unhöflich gewirkt. Eigentlich hatte ich mich über das von Dir mir entgegengebrachte Interesse gefreut. Doch zum einen ist die Geschichte, die ich damit verbinde recht umfangreich; zum anderen hast Du da einen “wunden” Punkt bei mir getroffen. Denn irgendwie ist das schon der Kern der Quintessenz, um den es in meinem Leben geht.
Ich bin in einem sehr nüchternen, unspirituellen und unreligiösen Elternhaus aufgewachsen. Doch schon mit fünf war mir bewußt, daß ich bereits früher gelebt hatte, daß ich mich freiwillig für diese Leben entschieden habe und mir meine Eltern ausgesucht hatte. Für mich war Reinkarnation ein erinnerter Fakt. (und mir war klar, daß man sich aus guten Gründen nicht inhaltlich an die früheren Leben erinnern könne). Damals dachte ich, daß das jeder genauso sehen würde. Über scheinbare Selbstverständlichkeiten redet man im allgemeinen ja nicht. Von acht bis zwölf lebte meine Familie in den USA – und da mein Vater Karl May Fan war hatten wir regen Kontakt zu Indianer. Das hat mich in vielerlei Hinsicht geprägt. Als Jugendlicher befasste ich mich intensiv mit Schamanismus, ich las viel und lernte autodidaktisch die Kunst des luziden Träumens und der Astralreisen. In Deutschland kam ich dann auf das Johann-Valentin-Andreae-Gymnasium. Ich interessierte mich für den Namenspatron der Schule und kam so über Christianopolis zu der Chymischen Hochzeit und der Fama.
Mit 20 zog ich dann nach Bonn und nahm dort das Medizinstudium auf. Ich wollte an der Grenze zwischen Leben und Tod arbeiten, um das Phänomen Mensch näher zu ergründen. Ich arbeitete in der Anatomie, um die Hardware zu studieren und in der Psychiatrie, um die Software und seine Fehlfunktionen genauer kennen zu lernen. Nebenbei lernte ich Homöopathie, Akkupunktur und über die Behandlung mit Bachblüten. Ich war voller Idealismus und der Überzeugung, eines Tages das Gesundheitswesen von Innen heraus zu verändern.
Während meiner Semesterferien 1995 kam ich dann nach Indonesien. Ich verbrachte eine Woche bei einem Naturvolk in Indonesien – und wurde in ihren Schamanismus und in ihre Geisterwelt eingeweiht. Nach meiner Rückkehr hatte ich eine schwere Krebserkrankung; die Überlebensquote lag bei 5% nach 2 Jahren. Wie ich 1998 dann bei meiner Initiation in die Traumzeit bei Aborigenese in Australien erfuhr, war dies Teil des Schamanenwerdens. Man müße eine lebensbedrohliche Erkrnakung durchmachen, um mit dem Tod per Du zu werden. Denn nur dann wären auch Reisen in die jenseitigen Sphären möglich. Im Jahr 2000 fiel mein Vater für 33 Tage ins Koma; und ich bekam Gelegenheit zu meiner ersten richtigen Seelenrückführung.
In dieser Zeit mußte ich einige Krisen durchstehen. Ich wollte kein Schamane sein, ich wollte ein freies Leben führen, für mich und nicht allein im Dienste anderer. Doch je mehr ich mich dagegen wehrte, desto präsenter wurde es, desto stärker drängte es sich in mein Bewußtsein.
Während einer Indienreise im Alter von 25 zog ich mich dann für elf Tage in ein buddhistisches Schweigekloster zurück. In tiefer Meditation war es mir dann möglich, in früherer Inkarnation zurück zu gehen und die Inhalte mir ins Bewußtsein zu rufen. Ich wurde mir meines Todesdatums gewahr (22.Sept.2030) – aber auch meiner rosenkreuzerischen Vergangenheit. Und, daß ich mit 33 dort dann Mitglied werden würde. Vor allem aber wurde ich mir meines Seelenvertrags bzw. meiner Lebensaufgabe bewußt. Mein Ziel sei es (und ich arbeite seit nunmehr zehn Jahren daran) ein globales spirituelles Netzwerk und ein philosophisches System zu schaffen, dass die herrschenden Weltreligionen überflüssig machen und ersetzen solle… Nach meiner Schweigephase wurde ich dann von eine Gruppe von Mönchen zu einem Gespräch geladen. Man hielt mich wohl für eine Art Bodhisattva – und wollte das ich dabei helfe zu ergründen, welche Rolle Scientology in dem globalen Machtgefüge, daß die Seelen bestimmt, spiele.
Wieder in Deutschland ging ich dann also unter falschen Namen in Hubbards Sekte, als Spion in eigener Sache. Man kann auch recht tiefe Einblicke erlangen und recht weit kommen, ohne sich finanziell schröpfen oder ausbeuten zu lassen. Dort lernte ich sehr viel über Macht, Manipulation, Seelen und geistige Gesetze – und wie man eine Parallelwelt erschaffen kann.
2003 brach ich dann mein Medizinstudium ab. Zwar war ich scheinfrei und stand kurz vorm Abschluß. Aber mir war klar, daß ich nicht Arzt werden würde. Meine Aufgabe lag woanders. Außerdem konnte ich meinen Idealismus und meine persönlichen Überzeugungen nicht mit unserem Gesundheitswesen in Einklang bringen. Für ein halbes Jahr zog ich mich in eine Berghütte in den Vogesen in Frankreich zurück. Ich wollte mein erworbenes Wissen und die gewonnenen Erkenntnis sortieren und ausarbeiten. Eigentlich wollte ich ein Buch schreiben; doch dazu kam es dann doch nicht.
2004 zog ich nach Ham burg. 2005 nahm ich hier ein neues Studium auf: Philosophie im Hauptfach, mit Politik und Informatik als Nebenfächer. Anfang 2011 werde ich damit fertig sein. Ich arbeite als Tutor für Logik an der Uni, als Bürokraft in einer Marktforschung und als Barkeeper, um durchs Leben zu kommen. 2006 habe ich dann in einem dreimonatigen Crash-Kurs eine Schülerin in Schamanismus ausgebildet und in meine Schamanenwelt eingeweiht. Die Pflicht zur Wissensweitergabe ist ein spirituelles Gesetzt.
Als sogenannter System-Schamane habe ich übrigens ein Behandlungsverbot. Wie soll ich das erklären… Jedenfalls darf ich nicht spirituell als Heiler tätig sein. Und das ist der “wunde Punkt”, den ich eingangs erwähnt habe. Gerade sterben recht viele Leute in meinem persönlichen Umfeld. Ich könnte was tun – doch dann müßte ich auf die Errichtung des neuen Systems (das am 25.12.2012 online gehen wird) verzichten. Es ist eine harte Prüfung. Ich darf mich nicht in den äußeren Lebensfluß einmischen. So mußte ich übrigens auch ein acht-jähriges Zölibat einhalten. Alles für das System… Oder die “Hochzeit von Himmel und Hölle”, die dann Ende 2012 vollzogen werden wird. Für mich ist übrigens Erzengel Michael die höchste Instanz. Selbst den Gott meines Herzens mußte ich unterordnen; denn nur so wird es möglich sein, die Menschheit von den falschen Göttern (die zum Teil von den Menschen erschaffen wurden und zum Teil von außerhalb kamen) zu befreien. Die Mutter Gottes steht als abstraktes und universelles Prinzip (Maat) darüber. Die Menschen sind ihre “Enkel”; und diese Einstellung werden sie letzendlich auch übernehmen müssen. Denn alle gleichermaßen als “Kinder Gottes” aufzufassen schafft wieder Schlupflöcher für falsche Götter. Aus individueller Sicht ist es natürlich absolut richtig, den Gott seines Herzens zu folgen.
Ich muß gleich los, drum komme ich nun zum Schluß. Bei Interesse kann ich gerne mehr erzählen. Ich wollte mich eigentlich nur für mein abweisendes Verhalten entschuldigen. Ich komme aus der schamanischen Richtung und natürlich interessiere ich mich auch dafür, was andere damit machen und wie sie damit umgehen. Gerne würde ich mal wieder an einer Sitzung teilnehmen. Das wird meinen Horizont erweitern und mir einen neuen Bezugsrahmen geben, womit ich das Projekt noch besser ausdifferenzieren kann. Normalerweise agiere ich lieber im Hintergrund, als das ich groß darüber rede. Beim AMORC sehe ich übrigens meine geistige Heimat. Ich fühle mich heimisch und wohl in unseren Kreisen. Seit 2004 kam ich relativ regelmäßig zum Forum. Mitglied werden sollte ich ja erst mit 33. Das war letztes Jahr. Und da bot sich dann das 50-jährige Jubiläum der DOMA-Loge geradezu an.
Ich hoffe, ich bin nicht allzu unhöflich und verschlossen erschienen.
Alles Gute und bis bald,

Mit brüderlichen Grüßen

12. Oktober 2009

Gedanken über Religionen

Gespeichert unter: Gott und die Welt — by wechselwirkung @ 09:30

Immer mehr Menschen, gerade in der westlichen Welt, lehnen Religionen ab und sehen darin nur eine Institution zur Unterdrückung der Menschen. Es wird häufig behauptet, daß alle Religionen doch im Kern dasselbe vertreten würden – und sie nur eine Ethik sein, die einen zum guten Leben anleiten solle. Deshalb seien die Religionen durch eine universelle Ethik ersetzbar.
Doch bei näherer Betrachtung erkennt man, daß eine Religion über die Ethik hinausgeht. Sie beansprucht für sich vielmehr eine Deutungshoheit über das, was sich hinter der wahrnehmbaren Welt verbirgt. Darin sind sich eigentlich die Religionen einig: dass unsere Wirklichkeit nicht die eigentliche Sphäre des Seins ist. Das Leben im Hier gilt es zu überwinden.
Im Buddhismus wird das Leben als Leiden gleich gesetzt. Es gibt eine göttliche Ordnung, ein System von Ursache und Wirkung, in dem die einzelne Individualseele im Kreislauf der ewigen Wiederkehr gefangen ist. Diesen Zustand gilt es zu überwinden; das gelingt, indem man das Nirwana erreicht. Man befreit den Geist vom Körperlichen und dem Weltlichen und wird eins mit dem All. Danach gilt es zu streben. Denn das sei der einzige Ausweg. Im Laufe von zahllosen Inkarnationen arbeitet man sich hoch und kann dem Ziel näher kommen.
Der Buddhismus ist keine lebensbejahende Religion (welche ist das schon); vielmehr ist die Vorstellung doch grauenhaft, daß ich mich als in dieser Welt gefangen erachten muß. Und ich werde es bis in alle Ewigkeit bleiben, wenn ich nicht vorher das Nirvana erreiche. Das Gute ist, daß es jeder aus eigener Kraft schaffen kann. Alles folgt dem Gesetz von Ursache und Wirkung und es liegt in meiner eigenen Verantwortung, mich zu befreien. Der Buddhismus sagt recht wenig darüber, wie wir in diese gefallene Welt gelangt sind oder wie alles seinen Ursprung nahm. Doch es ist auch zweitrangig, wie wir hierher gelangt sind; primär geht es allein darum, wieder rauszukommen.
Indem Jesus alle Sünden auf sich nahm, wollte er die Seelen von ihrem Karma befreien, d.h. an die Stelle der Wiedergeburt sollte die Auferstehung treten. In dem man sein persönliches Karma auf Jesus überträgt, wird die Seele frei und muß nicht auf Erden reinkarnieren. Man Verkörpert sich neu im Himmelreich Jesu. Sein Reich ist bekanntlich nicht von dieser Welt. Jesus hält also seiner Gefolgschaft die Tür offen. Doch ich bin kein Christ. Ich würdige die Absichten Jesu – doch ich selbst möchte mein Schicksal nicht in die Hände eines anderen geben. Ich würde mich wenn, dann selber befreien. Ich möchte nicht in jemand anderes Schuld stehen. Andererseits: das Christentum kann erst seine Wirkung entfalten, wenn mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung ihr angehören. Erst dann kann sich das Portal für alle Seelen öffnen. Das erklärt und rechtfertigt auch den Missionierungsdrang der Kirche. Ich würde mich womöglich dem anschließen, wenn ich nicht glauben würde, das Jesus als trojanisches Pferd missbraucht wurde.
Jesu Geburt wurde von Erzengel Gabriel verkündet. Sechshundert Jahre später kehrt er zurück und diktiert Mohammed den Koran. Jesus gilt dann als Prophet und nicht mehr als Sohn Gottes. Hatte sich der Engel ursprünglich geirrt und war auf die Erde zurückgekehrt, um den Fehler klarzustellen? Oder war die Rolle Jesu von den Menschen falsch wiedergegeben worden? Der Islam sieht das irdische Leben als Prüfung. Danach wird über einen gerichtet. Das schlechte wird aufs Gleiche vergolten, das Gute bekommt man zehnfach wieder. Auch das klingt nacht dem Gesetz des Karma; nur mit einem zusätzlichen Belohnungssystem im Gegensatz zum wertfreien Prinzip der Ursache und Wirkung.

….

(to be continued)

1. Oktober 2009

Traumfrau

Gespeichert unter: Die Gesellschaft und ich, Selbstwahrnehmung — by wechselwirkung @ 06:21

Ich bin mir nicht sicher, ob es richtig ist, sich ein Bild von seiner „Traumfrau“ zu machen. Wenn man sich erst eine Schablone gemacht hat, geht einem vielleicht der Blick verloren, für das emotionale, für das wesentliche. Und außerdem: was ist, wenn ich die Liebe dann gefunden habe, wenn sie diese Zeilen liest und feststellt – es fehlt so einiges hin zu meiner Idealvorstellung.
Ich denke, es gibt zwei wesentliche Elemente für eine Partnerschaft. Zum einen muß das Emotionale, müssen die Gefühle stimmen. Nun, wenn man ein Menschenfreund, wie ich es bin, ist, dann fällt es nicht schwer, jemand lieben zu lernen. Man muß nur bereit sein, sich auf den anderen einzulassen. Man muß sich öffnen, um die Liebe zuzulassen. Natürlich ist Voraussetzung dafür, daß eine gemeinsame Vertrauensbasis gegeben ist.
Viel wichtiger scheint mir zu sein, daß man eine Vorstellung davon teilt, wie man die Zukunft zu gestalten gedenkt. Es stellt sich die Frage, ob die jeweiligen Vorstellungen mit einander kompatibel und nebeneinander zu verwirklichen sind. Bis zu welchem Grad ist man eventuell bereit, Abstriche zu machen und Kompromisse einzugehen. Oder aber man entwirft ein gemeinsames Konzept und ergänzt sich darin. Das ist der Weg, den ich hoffe einschlagen zu können. Ich selber habe keine allzu vorgefestigte Meinung davon, was sein soll. Für mich galt es immer, erst die Liebe zu finden – und dann weiterzusehen. Ich wollte mir im Vorfeld keine Chancen verbauen. Und ich will auch nicht, daß sich jemand einfach nur meinem Weg anschließt. Etwas neues, gemeinschaftlich entwickeltes soll aus der Partnerschaft hervorgehen.
Welche Gemeinsamkeiten sind Voraussetzung? Welche Unterschiede sind akzeptabel und führen zu keinen allzu großen Widersprüchen? Worin sollte man sich ergänzen? Mir ist wichtig, daß man sich gegenseitig unterstützt. Das man den anderen fördert. Sprich, ich brauche eine Partnerin, die auch daran interessiert ist, sich weiter zu entwickeln, mehr aus sich zu machen, zu wachsen. Ich möchte mehr, als nur eine gemeinsame Insel schaffen, auf der man sich zurückziehen und in Gefühlen verlieren kann. Man soll sich nicht nur Kraft – sondern auch Richtung geben.
Aber bevor es zu abstrakt wird: meine Traumfrau ist wohl 1,80. Sie hat braune (oder vielleicht auch grüne) Augen. Sie ist relativ sportlich – was mich auch dazu animieren wird, mich mehr um meinen Körper zu kümmern. Sie ist Nichtraucherin und ißt natürlich genauso gerne Fleisch wie ich. Wie ich ist sie auch Morgenmensch. Sie liebt Tiere im allgemeinen und insbesondere Hunde. Und hat auch nicht das Bedürfnis, ständig loszuziehen und sich die Nächte um die Ohren zu schlagen. Sie liebt die Natur; Berge und Wälder mehr als das Meer. Sie bevorzugt einen Rucksack-Urlaub, anstatt faul am Strand abzuhängen und sich rösten zu lassen. Sie steckt mich mit ihrem Ehrgeiz an, ist aber kein Workoholic. Sie will nur das, was sie macht, auch gut und richtig machen. Sie ist aber auch keine übertriebene Perfektionistin. Aber sie hat ihre Ideale und Prinzipien. Sie hat ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Sie hat auch schon im Ausland gelebt, spricht gut Englisch und vielleicht auch Französisch (oder eine andere Fremdsprache). Sie weiß ein gutes Buch zu schätzen – und hat selbst auch kein Fernseher. Wäre natürlich toll, wenn sie auch kein Handy besitzt. (Andererseits könnte ich ihres benutzen, wenn ich mal telefonieren muß). Sie ist Menschenfreund, hat Interesse an ihren Mitmenschen und zeigt Anteilnahme an dem Schicksal anderer. Sie ist gebildet und intelligent, hat einen scharfen Verstand. Sie macht lieber was, anstatt nur darüber zu reden. Sie hat einen gesunden Optimismus und Lebensfreude. Sie hat ein natürliches Urvertrauen, macht sich keine unnötigen Sorgen und verliert sich nicht in Grübeleien. Sie ist aufgeschlossen und offen für neues, hat sich eine kindliche Neugierde bewahrt, die ansteckend ist.
Tja, daneben sehe ich als Traummann dann vielleicht doch etwas blaß aus. Andererseits weiß ich ja, daß ich aufblühe und mehr ich selbst werde, wenn ich verliebt bin.
Und wo finde ich eine solche Frau? Was könnte sie denn konkret für Interessen haben? In welchen Kreisen mag sie sich bewegen? Wird es Liebe auf den ersten Blick sein, wenn wir einander begegnen? Daran habe ich von Kindesbeinen an geglaubt. Wie werden wir einander kennenlernen? Oder ist und bleibt es einfach nur ein Traum….

30. September 2009

Selbsttötung und Suizidprophylaxe

Gespeichert unter: Gott und die Welt — by wechselwirkung @ 09:36
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I. Einleitung

„Es gibt nur ein wirklich ernsthaftes philosophisches Problem: den Suizid.“ So lautet der berühmte erste Satz aus Camus „Der Mythos des Sisyphos“. Und um besagtes Problem soll es auch in dieser kurzen Abhandlung gehen. Der Selbstmord – wie der Suizid allgemein bezeichnet wird – ist ein weit präsenteres Phänomen als häufig angenommen wird. Allein in der Bundesrepublik sterben jährlich nahezu doppelt so viel Menschen (ca. 11000) durch Suizid als an den Folgen von Verkehrsunfällen. Mit 12,4 (18,6 bei den Männern und 6,5 bei den Frauen) pro 100 000 Einwohner liegt Deutschland international (laut Zahlen der WHO) damit im Mittelfeld. In Japan ist die Zahl doppelt so hoch; in Litauen beträgt sie gar das Dreifache. Weltweit bringen sich pro Jahr insgesamt ca. 1 Millionen Menschen selbst um. Allerdings wird davon ausgegangen, dass die tatsächlichen Zahlen weitaus höher liegen. In einigen Kulturkreisen bringt der Suizid Schande über die Familie und wird deshalb als Unfall oder natürlicher Tod verschleiert. Ferner liegt die Zahl der Selbstmordversuche um 10 bis 20 Mal über der, der „geglückten“ Fälle. Es geht also um ein Phänomen, das durchaus von Relevanz ist und im allgemeinen Interesse liegt.

Die Bezeichnung „Selbstmord“ ist missverständlich, denn sie impliziert, dass derjenige, der sich das Leben nimmt, ein Verbrechen begeht, was wiederum einer Vorverurteilung gleich kommt. „Freitod“ wiederum setzt voraus, dass der Akteur sein Leben freiwillig beendet, was unter bestimmten Zwangszuständen, bei Affekthandlungen oder bei psychischen Erkrankungen nicht unbedingt der Fall sein muss. „Selbsttötung“ erfasst wertneutral die Tat als solche, weshalb wir diesen Begriff auch fortan verwenden werden. Felix Hammer fasst das recht schön zusammen: „Freitod verherrlicht, Selbstmord verdammt, Selbsttötung erfasst den allen zugänglichen Tatbestand“.

Im ersten Teil dieser Abhandlung soll es um die moralische Bewertung der Selbsttötung gehen. Damit ethische Aussagen Allgemeingültigkeit beanspruchen können, müssen sie sich auf die Vernunft beziehen. Wir wollen untersuchen, ob Suizide generell als moralisch verwerflich oder verboten zu betrachten sind. Wir werden einen Blick auf die Tradition der philosophischen Ethik werfen und einige Standpunkte genauer beleuchten. Wir werden zu dem Schluß kommen, dass ein striktes Suizidverbot nicht begründet werden kann und dieses auch im Widerspruch zu dem anerkannten Recht auf Selbstbestimmung stehen würde.
Im zweiten Teil wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, ob es moralisch gerechtfertigt ist, eine Person daran zu hindern, sich zu töten. Dann schauen wir an, unter welchen Umständen das Recht auf Selbstbestimmung eingeschränkt werden kann – und eventuell sogar muß.
In dieser Ausarbeitung meines Referats beziehe ich mich hauptsächlich auf zwei Textgrundlagen: Zum einen auf den auch im Seminar gelesenen Text “Selbstmord und Selbstmordverhütung aus ethischer Sicht” von Dieter Birnbacher, zum zweiten auf das weitaus umfangreichere Buch „Selbsttötung als philosophisches Problem“ von Hector Wittwer.
II. Bewertung der Suizidhandlung

Bis in die Zeit der Aufklärung hinein war die Selbsttötung innerhalb der christlichen Kultur geächtet und die Betroffenen mußten außerhalb der Friedhofsmauern bestattet werden, was als Eselsbegräbnis bezeichnet wurde. Dies ist weitestgehend Augustinus zu verdanken, der in seinem Gottesstaat das fünfte Gebot (Du sollst nicht töten) dahingehend interpretiert, daß dies sich nicht nur auf Fremdtötungen beziehe, sondern auch den Suizid mit einschließe. Denn da werde schließlich auch ein Mensch getötet. Diese Auffassung ging in das geltende Kirchenrecht ein. Nun war Augustinus kein Pazifist und er lehnte die Todesstrafe an sich nicht ab. Er kann sich auch kaum auf die Bibel berufen, denn zum einen werden weder im Alten noch im Neuen Testament Selbsttötungen ausdrücklich verboten und die Schilderung einiger Suizide, wie die Abimechels und Simons zum Beispiel, erfolgen ohne jegliche Bewertung. Im Gegensatz zum Mord richtet sich der Suizid nicht gegen den Willen des Suizidenten. Wie es scheint hatte das Selbsttötungsverbot vielmehr den Sinn, übereifrige Neuchristen daran zu hindern, gezielt den Märtyrertod zu suchen.

Anstatt sich nur auf die Autorität einer Offenbarung zu berufen, wie Augustinus es tat, versuchen spätere Denker auf anderem Wege das Suizidverbot aus der Religion abzuleiten. Dies wird als metaphysisch-ethisches bzw. Dispositions-Argument bezeichnet: der einzelne habe nicht das Recht, über das eigene Leben zu verfügen.
Von diesem Argument gibt es mehrere Varianten. Die eine besagt, dass das Leben ein von Gott empfangenes Geschenk sei und man deshalb moralisch zur Dankbarkeit verpflichtet ist. Es ist jedoch schwer einzusehen, weshalb man für ein Geschenk dankbar sein sollte, wenn man damit zutiefst unzufrieden ist. Da ein Geschenk dadurch definiert ist, das es in das Eigentum des Beschenkten übergeht – und dieser somit auch darüber frei verfügen kann – muß es ihm auch frei stehen, dieses zurückzugeben, wenn es sich als allzu beschwerlich erweist. Ein Gott kann kaum als wohlwollend aufgefasst werden, der einem ein unliebsames Geschenk aufzwingt. Hume hebt außerdem hervor, dass Gott uns kaum mit der Möglichkeit zur Selbsttötung ausgestattet hätte, wenn uns nicht auch frei stehen würde, diesen Weg zu gehen.
Andererseits: wenn man seinem Sohn ein Auto schenkt, dann schenkt man es ihm, damit er damit fährt. Man schenkt ihm Mobilität. Klar, diese ist an den Gegenstand, in diesem Fall an das Auto, gebunden und dieses geht in den Eigentum des Sohnes über. Wäre es in Ordnung, wenn der Sohn das Auto einfach aus Spaß anzündet und in die Luft jagt? Wäre das eine Zweckentfremdung, die man fraglos hinnimmt?
Eine andere Variante des Arguments sieht den Menschen als Eigentum Gottes. Gott hat den Mensch erschaffen, er ist sein Werk, sein Leibeigener. Der Mensch ist nur Verwalter des ihm verliehenen Lebens und habe seine Stellung zu halten und seinem Herrn zu dienen, so wie es auch von einem Sklaven erwartet werden kann. Und so wie für einen Herrn ein materieller Schaden entsteht, wenn sich sein Sklave umbringt, so würde auch für Gott ein Schaden entstehen, wenn sich ein Mensch tötet. Damit ist der Suizid zu verwerfen. Diese Version des Arguments ist schlüssig. Allerdings gehen wir in der heutigen Zeit im Allgemeinen nicht davon aus, daß wir Leibeigene eines sich nicht zeigenden Gottes sind.

Die ältesten nicht-metaphysischen Argumente gegen die Selbsttötung beziehen sich auf deren angebliche Unnatürlichkeit. Nun läßt sich aber schwer erklären, wie etwas unnatürlich sein soll, wenn es in der Natur doch vorkommt. Und wenn man sich darauf beziehen will, daß es ein Verhalten ist, das nirgends sonst in der Natur außer beim Menschen erscheint – nun, dann muß man alle spezifisch menschlichen Eigenschafen als unnatürlich bezeichnen.
Aus individualethischer Sicht könnte man ein Suizidverbot durch den Nachweis begründen, daß Selbsterhaltung eine Pflicht gegen sich selbst sei. Alle Versuche die in diese Richtung gehen, konnten widerlegt werden (siehe dazu Wittwer „Selbsttötung“; die Ausführung würde den Rahmen hier sprengen.). Wie Aristoteles schon richtigerweise feststellt: Recht und Unrecht kommen immer nur zustande, wenn andere Personen im Spiel sind.
Ausdrücklich bejaht wird das Recht auf Selbsttötung bei den Stoikern in der Antike. Unter bestimmten Umständen wird die Selbsttötung sogar empfohlen: zur Rettung des Vaterlandes oder von Freunden, zur Beendung einer unheilbaren Krankheit, bei unerträglichem Leid. Für Seneca ist die menschliche Freiheit undenkbar ohne die Möglichkeit, Not, Schande oder Leiden durch Selbsttötung zu umgehen. Ihm bedeutet seine Tugend alles und das Leben nichts. Er möchte seine Würde auch unter widrigsten Umständen wahren können. In einem Brief an Lucilius schreibt er: „Der schmutzigste Tod ist der saubersten Sklaverei vorzuziehen.“ Oder wie Epikett sagt: „Die Hauptsache ist, vergiß nicht, die Tür steht offen“. Diese Auffassung findet sich auch bei Nietzsche wieder: „Der Gedanke an den Selbstmord ist ein starkes Trostmittel: mit ihm kommt man gut über manche böse Nacht hinweg.“

Ob die Selbsttötung ein Unrecht an der Gesellschaft ist, darum soll es im nächsten kurz gehen, wenn wir die sozialethischen Argumente untersuchen. Es geht um die Frage, ob der einzelne der Gesellschaft einen Schaden zufügt, wenn er sich durch einen Suizid der Sphäre der Lebenden entzieht. Montesqieu bezweifelt, daß man verpflichtet sein kann, Mitglied einer Gesellschaft zu bleiben, die man sich bei Geburt nicht ausgesucht hat. Die Gesellschaft beruhe darauf, daß sich ihre Mitglieder wechselseitige Vorteile verschaffen und hypothetisch einen Vertrag mit einander geschlossen haben. Auf der einen Seite entziehe der Suizident anderen zwar den durch ihn entstehenden Nutzen, doch zugleich verzichtet er fortan auf die Vorteile, die ihm durch die Gesellschaft entstehen. D’Hollbach bezweifelt, daß ein Lebensmüder der Gesellschaft von großem Nutzen ist. Er sieht aber auch nicht die Verpflichtung des einzelnen: „Eine Gesellschaft, die uns kein Gut verschaffen kann oder will, verliert alle Rechte über uns“ (System der Natur). Man kann auch fragen: Warum sollte das Recht auf Selbstbestimmung dem Prinzip der gesamtgesellschaftlichen Nutzenmaximierung untergeordnet werden?
Doch auch wenn weder Staat noch Gesellschaft Ansprüche gegenüber den Individuen geltend machen können, so kann der einzelne dennoch verpflichtet sein, von einer Selbsttötung abzusehen, wenn andere in beträchtlichem Maße durch die Handlung geschädigt werden. Zum Beispiel wenn ein Vater als Hauptverdiener Familie und Kinder zurücklässt, ihnen somit die materielle Lebensgrundlage entzieht. Oder durch Belastung der Hinterbliebenen mit Schuldgefühlen oder durch soziale Stigmatisierung. Moralisch verwerflich ist natürlich ein Suizid wenn andere dadurch direkt gefährdet werden: indem man sich vor ein fahrendes Auto schmeißt oder von einem Hochhaus in einer belebten Innenstadt springt. Unter den Philosophen der Aufklärung hat Diderot als einziger diesen Punkt hervorgehoben: Man dürfe das Leben nicht willentlich verlassen, wenn das Glück oder die Ehre anderer von der eigenen Existenz abhängen.

Birnbacher fast recht schön zusammen: „Solange ein Selbstmord keine nennenswerten Auswirkungen auf andere hat, muß er dagegen als moralisch indifferent gelten, das heißt als weder moralisch geboten noch als moralisch verboten.“ Dies ist die gängige Meinung der meisten philosophischen Ethikern der Gegenwart.

Zur Bewertung von Selbsttötungen muß zum einen berücksichtigt werden, ob es im tatsächlichen Interesse des Suizidenten liegt aus dem Leben zu scheiden oder ob er irrational und verblendet bei der Handlung ist; zum anderen muß zwischen verschiedenen Qualitäten unterschieden werden, die wir unter anderem an deren Motive festmachen können. Es ist was anderes ob jemand im terminalen Stadium einer Krankheit sich tötet – oder weil jemand weit über seinen Verhältnissen gelebt hat und dem entstandenen Schuldenberg entfliehen möchte.

II. Suizidprophylaxe und Paternalismus

Unter praktischen Gesichtspunkten ist es weitaus relevanter, ob – und wenn ja, wann – die Verhinderung einer Selbsttötung erlaubt oder gar geboten ist. In welchen Fällen darf das Recht auf Selbstbestimmung beschränkt oder gar aufgehoben werden?
Wenn kein Zweifel besteht, dass eine Person das Für und Wider wohl überlegt und gründlich abgewogen hat und wenn obendrein eine gewisse zeitliche Distanz zu dem auslösenden Ereignis steht, dann muß man ihr wohl das Recht auf die Selbsttötung zugestehen. Diese Beurteilung entspricht dem auch ansonsten vorherrschenden Persönlichkeitsideal eines autonomen, rationalen, im Handeln an realistischen Zukunftsprojektionen orientierten Individuums. Um Birnbacher weiter zu zitieren: „Ich halte es für evident, daß eine wohlerwogene Entscheidung zum Selbstmord im allgemeinen respektiert werden muß. Wir haben nicht das Recht, einem Selbstmörder in den Weg zu treten, der seine Entscheidung nach reiflicher Überlegung und sorgfältiger Abwägung aller Alternativen getroffen hat.“
Doch wie sieht es aus, wenn jemand von falschen Annahmen ausgeht, sich zum Beispiel fälschlicherweise für krank hält und dem bevorstehenden Siechtum entfliehen will? Oder wenn jemand unter Wahn oder Zwangsvorstellungen leidet? Wie ist es mit dem 17-jährigen Mädchen, das Liebeskummer hat und keinen Sinn mehr in ihrem Leben sieht? Kann eine Siebzehnjährige ihre Situation überhaupt richtig einschätzen und beurteilen? Darf man hier mit Zwangsmitteln in das Geschehen eingreifen?
Der starke Paternalismus würde Zwangsmaßnahmen in allen diesen Fällen bejahen. Für ihn ist ein Eingreifen immer dann gerechtfertigt, wenn ein anderer gegen seine langfristigen Interessen handelt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er psychisch krank ist oder sich wissentlich dafür entschieden hat, das objektiv Unvernünftige zu tun. Dies mag vielleicht verständlich erscheinen. Doch es ist eine gravierende Einschränkung der Autonomie und eine kaum zu rechtfertigende Anmaßung. Wer kann behaupten wirklich zu wissen, was die langfristigen Interessen eines anderen sind, was für diesen richtig oder falsch ist? Es gibt kein Maßstab für das gute Leben. Ein christlich geprägter starker Paternalismus würde bei jedem Suizidversuch ein Eingreifen mit Zwangsmitteln als gerechtfertigt erachten, da keiner wollen kann, daß man diese Sünde begehe und dafür ewig in der Hölle schmore. Außerdem postulieren gläubige Menschen, dass dem Leben an sich der Höchstwert zuzuschreiben sei. Häufig wird daraus eine Lebenspflicht abgeleitet, unabhängig von der jeweiligen Lebensqualität. Doch wie im ersten Teil dieser Abhandlung dargelegt wurde, wäre ein kategorisches Suizidverbot unvereinbar mit dem Selbstbestimmungsrecht des Menschen.
Der schwache Paternalismus erlaubt ein Eingreifen, wenn der Betroffene in seiner Denkfähigkeit oder Einsichtsfähigkeit eingeschränkt ist, er also als nicht zurechnungsfähig zu erachten ist. Dies gilt zum Schutz vor Impulsen, die vielleicht nicht die eigentlichen des Betroffenen sind. Oder aber, wenn der Betroffene Fehleinschätzungen unterliegt und deshalb zu falschen Schlussfolgerungen gelangt.
Unter Psychiatern wird meist die Sichtweise vertreten, das Suizidabsichten immer als krankheitsbedingt einzustufen seien, da sie der Biologie zu wider laufen. Und psychisch Kranke sind ferner nicht zu einer wohlüberlegten Tat fähig. Potentielle Suizidenten müssten deshalb, zu ihrem eigenen Schutz, zwangseingewiesen und behandelt werden.
„Charakteristisch für den Paternalismus in all seinen Varianten ist, daß die Interessen, in deren Namen er eine Zwangsintervention rechtfertigt, die Interessen des Betroffenen selbst sein müssen“(Birnbacher, S. 416). Man möchte das herbeiführe, wozu der Betroffenen sich selbst entscheiden würde, wenn er die Situation richtig erfassen könnte bzw. die richtigen Schlüsse ziehen würde. Häufig nehmen Suizidenten ihre Realität falsch wahr. Birnbacher: „Die punktuelle Gegenwart mit ihrer Verzweiflung wird überbewertet gegenüber einer objektiv um ein Vielfaches ausgedehnteren Zukunft mit Möglichkeiten eines wenn nicht glücklichen, so doch zumindest befriedigenden Lebens.“ Wenn offensichtlich ist, daß der Lebensmüde zeitweise außerstande ist, seine eigenen Zukunftsaussichten realistisch einzuschätzen, und er sich deshalb zu töten versucht, sollte man ihn an der Selbsttötung hindern.

Es gibt nun zwei Entscheidungssituationen, bei denen die moralischen Fragen zur Suizidverhütung zum Tragen kommen: erstens in Situationen, in denen sofort gehandelt werden muß, ohne daß man die Hintergründe kennen oder beurteilen kann. Und zweitens in Situationen, nachdem ein Suizident nach einem Selbsttötungsversuch sich unter ärztlicher Aufsicht befindet und zu entscheiden ist, ob es zu einer Zwangsunterbringung kommen soll oder der Patient sich selbst überlassen werden kann.
Im ersten Fall sollte man laut Brinbacher auf jeden Fall eingreifen und mit allen Mitteln, gegebenenfalls auch unter Anwendung von Gewalt, den Betroffenen außer Lebensgefahr bringen. Man beachte die Unumkehrbarkeit der Folgen des Suizids, die dies rechtfertigt. Von außen ist nicht ersichtlich, ob es sich um einen wohlüberlegten Bilanzsuizid oder eine affektgetriebene Handlung handelt. Wenn über die Umstände der Suizidhandlung und die seelische Verfassung des Suizidenten nichts oder nur sehr wenig bekannt ist, dann ist es nicht nur erlaubt, sondern geboten sein Leben zu retten. Zumal empirische Untersuchungen zeigen, daß zum einen die überwiegenden Zahl der Geretteten froh ist, am Leben geblieben zu sein. Zum anderen ist ein Großteil der Suizidhandlungen so ausgelegt, daß die Personen vor Eintritt des Todes gefunden werden wollen. Der Todeswunsch ist nicht eindeutig, die Todesmöglichkeit wird nur billigend in Kauf genommen.
Eine Zwangsunterbringung darf nur so lange erfolgen, bis klar ist, dass der Betroffene seine Situation richtig einschätzten kann und nicht in seinem formalen Denken gestört ist. Darüber hinaus läßt sich die langfristige gewaltsame Einschränkung des Rechts auf Selbstbestimmung nicht rechtfertigen. Birnbacher schlägt als Faustregel eine Frist von maximal vier Wochen vor.

IV. Fazit

Es wurde gezeigt, dass losgelöst von Religion und bestimmten Jenseitsvorstellungen, der einzige Grund, sich gegen das Erlauben von Suizidhandlungen zu stellen, darin besteht, dass dritte in Mitleidenschaft gezogen werden oder die Konsequenzen zu tragen haben. Abgesehen davon kann nichts moralisch Verwerfliches an der Selbsttötung gefunden werden. Der Staat als Kollektiv hat kein Verfügungsrecht über das Individuum; und ebensowenig eine göttliche Instanz. Das Selbstbestimmungsrecht des einzelnen muß geachtet und respektiert werden. Womöglich wäre die Welt eine bessere, wenn durch Religionen und kulturelle Vorstellungen nicht verhindert würde, dass Menschen ihrer Zeit auf Erden selbst ein Ende setzen, wenn für sie das Leid zu groß und unerträglich würde. Auf jeden Fall wäre die Quantität an vorhandenem Leid insgesamt geringer. Ältere sterbenskranke Menschen würden bewusst aus dem Leben scheiden, anstatt zu meinen, dass sie bis zum letzten ausharren und die Qualen ertragen müssten. Weil es Gottes Wille entspräche.
Andererseit würde dies eventuell dazu führen, dass von älteren Menschen geradezu gefordert würde, dass sie gehen, um der nachfolgenden Generation Platz zu machen und die Gesellschaft nicht länger zu belasten. Darauf weist Hume im Rahmen des sozialethischen Arguments hin: wenn man den Menschen verbiete, sich selbst zu töten, mit der Begründung, dass sie sich der Gesellschaft entziehen und somit nicht mehr nützen – dann würde das umgekehrt bedeuten, dass eine Selbstötung von denjenigen moralisch gefordert wäre, die keinen Beitrag mehr zum Gemeinwohl leisten können.
Jeder Mensch geht seinen eigenen Weg und verfolgt seine persönlichen Ziele. Es ist falsch, darüber zu urteilen, was für den einen richtig oder falsch ist. Das muß der einzelne für sich selbst herausfinden. Doch keiner bei rechtem Verstand kann krank sein wollen – was Ärzte häufig zu einer paternalistischen Haltung bringt und sie zu Gesundheitsaposteln werden lässt. Dass das Leben jedoch immer dem Tod vorzuziehen sei, ist ein hartnäckiger Irrglaube. Keiner sollte zum Leben verdammt oder unter Zwang darin gehalten werden – gerade wenn er sein Schicksal nur als Leid und Pein empfindet. Die Selbstbestimmung des Individuums ist eines der höchsten Güter des aufgeklärten Humanismus. Viele Menschen haben bereits im Kampf für die Menschenrechte ihr Leben gelassen; und somit muß dem starken Paternalismus Einhalt geboten werden.
Wer aus dem Leben scheiden möchte, dem soll dies gestattet werden. Anstatt dem einzelnen von der Tat abzuhalten sollte vielmehr …

29. September 2009

Michaelistag

Gespeichert unter: Gott und die Welt — by wechselwirkung @ 21:59
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Für mich ist heute ein besonderer Tag, einer der wichtigsten im Jahresverlauf. Denn der 29. September ist Erzengel Michael geweiht. Für mich ist er die höchste Instanz in der Menschenwelt und damit auch im Leben. Er ist Kopf und Oberhaupt des Engelstaates und somit der ranghöchste Verbündete der Menschen. Für mich ist er Inbegriff der Rechtsstaatlichkeit und der Gerechtigkeit. Ihm gilt meine Treue und Ergebenheit in der spirituellen Sphäre.
Ich weiß, daß das sehr esoterisch klingt. Wahrscheinlich ist es das auch. Doch darin kommt meine tiefe Ablehnung gegenüber Göttern, auch gegenüber einem Schöpfergott, zum Ausdruck. Ich bezeichne mich selbst als Anti-Theist. Ich bin zwar kein Satanist; doch ich weiß, daß Satanel seinen festen Platz im Engelstaat inne hat und eine tragende Stütze des Systems ist. Ich respektiere und schätze ihn. Er ist nicht das böse, wie häufig behauptet wird. Das Böse liegt außerhalb, nämlich im Reich der Götter und Außerirdischen.
Die Existenz der Menschen und die der Engel bedingen sich gegenseitig. Wir gehen auf den selben Ursprung zurück – und würden auch gemeinsam untergehen, wenn wir uns nicht von den Göttern lossagen würden.

Leider liegt ein langer Tag hinter mir. Ich werde mich nun in eine Meditation vertiefen – und dann in die Traumwelt entschwinden. Mein Glaubensbekenntnis werde ich ein Andermal weiter ausführen.

15. September 2009

Beziehungen

Gespeichert unter: Die Gesellschaft und ich, Gott und die Welt, Selbstwahrnehmung — by wechselwirkung @ 15:33
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Neulich war ich nach über zehn Jahren erstmals wieder verliebt. Es war wie ein Knoten, der sich endlich gelöst hatte. Ein verstopfter Kanal, der plötzlich wieder durchlässig wurde. Ich hatte mich an das schwarz-weiß meines Lebens und der Welt gewöhnt – plötzlich befand ich mich inmitten eines bunten Meers aus Farben. Es war überwältigend. Und befreiend. Auf ein Mal bestand wieder eine Verbindung zu meinem inneren Selbst.
Für mich war sie die schönste Frau auf Erden. Naja, ich nahm auch keine anderen mehr wahr. Ich begehrte sie und wünschte mir nichts sehnlicher als mit ihr zusammenzukommen und zusammen zu sein.
Letztendlich wurde dann aber doch nichts aus uns. Vielleicht lag es daran, daß ich Dankbarkeit und Liebe mit einander verwechselt hatte – und beide nicht gut genug von einander trennen konnte. Meine Gefühle wurden nicht in gleichem Maße erwidert. Und wir entfernten uns zunehmend von einander. Emotional konnte ich recht gut damit abschließen. Ich konzentrierte mich auf die Dankbarkeit, die ich ihr entgegen brachte. Denn durch sie hatte ich zu meinem inneren Selbst und meiner Gefühlswelt zurückgefunden. Nach zehn Jahren der windstillen Dürre.
Ich wußte in dieser Zeit, daß ich mit ihr zusammen sein wollte. Doch ich wußte nicht, was ich mir darunter vorzustellen hätte. Eigentlich gehe ich schon mein Lebenlang, also seit gut 34 Jahren, alleine durch die Welt. Im Suff war ich zwar in die eine oder andere verzwackte Geschichte mal hinein geschliddert. Oder die äußeren Umstände verhinderten eine Paarbildung. Meine längste Beziehung dürfte nicht länger als zwei oder maximal drei Monate gedauert haben. Ich verfüge also über keine persönlichen Erfahrungswerte, auf die ich zugreifen könnte. Ich kann aus meinem Erinnerungspool kein Bild davon schöpfen, was es bedeutet, ein Paar zu sein. Aber trotzdem wünschte ich mir, mit ihr zusammen zu kommen. Sie schreckte das wohl eher ab. Eine feste Beziehung war genau das, was sie nicht wollte. Aber was hat sie sich eigentlich genau darunter vorgestellt?
Was verspreche ich mir eigentlich von einer Partnerschaft? Was würde sich durch eine Beziehung in meinem Leben ändern? Was soll sich überhaupt ändern? Über die Jahre habe ich gelernt, sehr gut alleine zurecht zu kommen. Ich bin es schließlich gewohnt. Ich fühle mich nicht einsam, auch wenn ich keine Menschen um mich herum habe. Ich bestreite meinen Alltag, habe ein umfangreiches soziales Netzwerk und viele Freunde. Eigentlich mehr Freunde, als mir lieb ist; denn ich kann ihnen bei weitem nicht gerecht werden. Dafür habe ich einfach nicht die Zeit. Aber ich kann auch niemand aus meinem Leben verbannen, wenn ich sie oder ihn einmal in mein Herz geschlossen habe. Und so werden es leider kontinuierlich mehr. Selbst wenn ich nicht das Interesse daran habe. Ich brauche niemanden zusätzlich in der Rolle eines Freundes. Ich brauche niemand, um nicht einsam zu sein. Was verspreche ich mir dann von einer Partnerschaft?
Als alter Romantiker war es immer mein Wunsch und Traum, morgens gleichzeitig neben der Frau, die ich liebe, aufzuwachen, um gemeinsam den Tag zu beginnen. Ich stelle mir das als Gefühl des Geborgenseins und menschlichen Zuhauseseins vor. Man sieht und spürt, das man in der richtigen Welt und am richtigen Ort ist. Da ist es gleich, mit welchem Fuß man aufsteht. Keiner kann der falsche sein. Ich weiß, daß ich es lieben werde, wenn sie mich anlächelt und wir einander in die Augen schauen. Und bei wahrer Liebe wird der Zauber doch auch nicht mit der Zeit verblassen. Oder doch?
Ich koche gern – aber eigentlich ist das nur ein Vorspiel auf eine noch viel größere Freude: das Essen selbst. Und noch schöner ist es, wenn man in Gesellschaft ist/ißt und diese Freude teilen kann. (Weshalb es frühere meine große Befürchtung war, daß ich mich in eine Vegetarierin verlieben könnte). Aber wäre das Grund genug, eine Beziehung einzugehen? Man kann auch mit Freunden essen und diese verwöhnen. Es bedarf keiner partnerschaftlichen Bindung.
Schauen wir uns doch mal die Kehrseite an: man hat jemand, auf den man Rücksicht nehmen muß. Man kann nicht nur seinem eigenen Willen nachgehen, sondern muß auch die Bedürfnisse und Wünsche eines anderen bedenken. Es würde wohl auf Unverständnis stoßen, wenn man spontan einfach wegfährt oder sich ein paar Tage nicht meldet.
Fakt ist, daß man als Paar über genauso viel Energiereserven verfügt, wie drei bis fünf alleinstehenden Individuen. Das Universum begünstigt und unterstützt Partnerschaften. Aus spiritueller Sicht ist es deshalb dumm, alleine zu bleiben. Es sei denn, man entscheidet sich für den tugendhaften Pfad eines Einzelkämpfers. Der einzelne profitiert davon, wenn man sich zusammen schließt. Man kann gemeinsam an einander wachsen und von einander lernen. Vier Augen sehen mehr als zwei – man nimmt ein breiteres Spektrum der Welt und des Lebens war. Man hat eine Person, an der man sich direkt spiegeln kann. Und Partner haben die Möglichkeit einander noch intensiver und tiefer kennenzulernen als das selbst zwischen echten Freunden der Fall ist. Wenn man dem esoterischen Ideal der sich entwickelnden Seele nachstrebt, dann muß man eine Partnerschaft eingehen. Sonst bleibt man irgendwann auf einer Stufe hängen, von der aus es unmöglich ist, alleine weiter zu kommen. Doch ist das dann nicht ein egoistisches Motiv um die Beziehung einzugehen? Das ist kein Problem, wenn es im gegenseitigen Einvernehmen geschieht und es zu einem ausgewogenen Verhältnis von Geben und Nehmen kommt.
Dann gibt es natürlich auch den Sex. Da kenne ich mich aber nicht weiter aus, der hat bislang auch keine große Rolle in meinem Leben gespielt. Und Geschlechtsverkehr kann man auch als Single haben, wenn einem danach ist. Allerdings muß man dann zu Kondomen greifen; ohne ist schöner. Das spricht für die feste Bindung. Die Häufigkeit bzw. Regelmäßigkeit kann man nicht als Argument zählen lassen. Es gibt genug willige (und einsame) Menschen dort draußen. Wer will, der kann auch.
Tja, unterm Strich kann ich wohl nur weitergeben, was mir meine Intuition mitteilt. Dass ich aufblühen werde, wenn ich meine Liebe gefunden habe und mit dieser Frau zusammen komme. Dass ich mehr ich selbst sein werde. Dass ich mehr Freude am Leben und an meinen Mitmenschen haben werde. Dass es einfach unserer Bestimmung als Individuen entspricht, ein direktes gegenüber zu finden und sich zu binden (es sei denn man stellt sich in den Dienst der Gesellschaft oder des Kollektivs).
Also warte ich darauf, mich wieder zu verlieben. Ich weiß nicht genau wie eine Partnerschaft mein Leben (und mich) verändern wird. Aber ich weiß, daß es sich positiv auf mich auswirkt und mich weiterbringt. Muß man denn mehr wissen? Das sollte doch reichen.

9. September 2009

Milchmädchenrechnung

Gespeichert unter: Die Gesellschaft und ich, Selbstwahrnehmung — by wechselwirkung @ 12:01

Heute heißt es Daumen drücken. Gemeinsam mit einem guten Freund habe ich mich dazu durchgerungen, mal wieder Lotto zu spielen und das Glück auf die Probe zu stellen. Damit ich im Falle eines Gewinnes, von dem vielen Geld geblendet, eine unüberlegten Dummheiten begehe, überlege ich vorab schon mal, was ich denn nach der Auszahlung damit anfangen würde…

Gehen wir mal davon aus, wir würden zwei Millionen Euro gewinnen, das wären dann eine für jeden von uns beiden. Zehn Prozent würde ich aus Prinzip schon mal spenden. Doch an wen? Meine eigene Stiftung existiert noch nicht. Und eine kirchliche Vereinigung wird auf keinen Fall was davon sehen. Vielleicht an eine Umweltschutzorganisation, wie WWF? Ich kann mich ja, wenn es dann soweit ist, umwerben lassen. Die nächsten zehn Prozent lege ich für meine beiden Patenkinder, Moesha und Zoe, zurück – damit sie später einmal die Chance haben, zu studieren – oder sich anderweitig eine Existenz aufzubauen. Weitere zehn Prozent gehen an meine Eltern. Die nächsten zehn nutze ich, um meinen Freunden dabei zu helfen, ihre Träume zu verwirklichen bzw. sich selbständig zu machen. Doch wem kann ich wie helfen? Und mit wieviel jeweils? Wer hat Vorrang? 100000 Euro gehen an meinen Ehemann. Er kann damit machen, was er will. Wahrscheinlich wird er irgendein Filmprojekt realisieren wollen. Ich bin gespannt, was dabei rauskommen wird.

Somit ist schon mal die Hälfte des Geldes weg – aber ich denke, in guten Händen. 100 000 Euro behalte ich als Handgeld, um u.a. meinen dann gehobenen Lebensstandart zu finanzieren. Ich werde öfters essen gehen, gelegentlich einen Mietwagen holen, nur noch Bio-Fleisch kaufen, kleine Städtereisen unternehmen – und entspannt bis Mitte 2011 fertig studieren. Anschließend gehe ich dann auf Weltreise; meine Wohnung hier werde ich untervermieten. Denn ich will nicht weg aus Hamm. Natürlich könnte ich mir auch eine Wohnung kaufen. Aber will ich das denn? Ich denke nicht. Damit bindet man sich doch nur ein Klotz ans Bein. Das muß nicht sein. Ich denke, daß ich so an die 2500 Euro pro Monat verbraten werde, was sehr großzügig gerechnet ist. Aber ich lade Leute eben auch gerne ein. 100 000 für den Übergang, wenn ich zurück von meiner Reise bin. Denn es braucht vielleicht Zeit, bis ich einen ansprechenden und passenden Job gefunden haben werde. Mit 100 000 werde ich mir ein Team zusammenstellen, daß mir dabie hilft, meine „Religionsgemeinschaft“ aufzubauen bzw. das philosophisch-religiöse System zu verwirklichen. Dazu brauche ich ein paar Schreibgehilfen, einen kleinen Think-Tank und einen PR-Stab für die Öffentlichkeitsarbeit.

Die restlichen 200 000 Euro lege ich in Bundesschatzbriefen an. Das wirft zwar nicht viel Zinsen ab; aber ich habe gerne Anteil an dem Staat. Denn der Staat, das sind wir, seine Bürger.

Et voila! Das wäre doch wunderbar, wenn das klappen würde. Natürlich gehe ich nicht davon aus. Andererseits: irgendeinen Dummen trifft es immer. Und mit dem 09.09.09 haben wir doch auch ein besonderes Datum.

LottoSchein090909

And the winner is….

3. September 2009

Hypnosetherapie – Das Finale!

Gespeichert unter: Erkenntnis des Tages, Gott und die Welt, Selbstwahrnehmung — by wechselwirkung @ 00:23
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Heute war meine vorerst letzte Sitzung beim Psychologen. Und unter Hypnose wurde ich erneut auf eine beeindruckende innere Reise geschickt. Eigentlich schade, daß damit nun Schluß ist…

Ich wurde auf die Liege gebeten. Ich machte es mir bequem, schloß die Augen und folgte den Suggestionen meines Therapeuten in eine immer tiefer, tiefer und tiefer gehen Entspannung und Trance. Ich wurde aufgefordert, mir eine Landschaft vorzustellen – und prompt erschienen auch die ersten Bilder vor meinem geistigen Auge…

Im Hintergrund machte ich spitze, schneebedeckte Berge aus. Der Himmel zeigte sich in einem satten Blau, ich nahm angenehme Temperaturen, so um die 23 Grad wahr. Es war heiter bis wolkig – so, wie ich es am liebsten mag. Ich befand mich in einer moosigen Landschaft, stand auf weichem Boden. Ein See erstreckte sich vor mir, umgeben von Schilf, auf der Wasseroberfläche spiegelten sich Himmel und Berge; es war ein idyllisches Bild. Dieses Tal war von bewaldeten Hügel umgeben; Vogelgezwitscher drang zu meinen Ohren. Schmetterlinge der verschiedensten Art flatterten umher.

Ich begab mich auf einen Weg, auch wenn ich nicht wußte, wo mich die Reise hinführen würde. ICh fühlte mich wohl – und irgendwie zuhause. Ich genoß die frische und gehaltvolle Luft. Ich war in meinem Element. Entlang des Weges kam ich an einem Baumstumpf vorbei  und ich nahm Platz darauf. Ich nahm einen harzigen, nach Nadelgehölz riechenden Duft war. Und ich merkte, wie eine Engelsgestalt versuchte, mit mir Kontakt aufzunehmen und in meine Welt vorzudringen. Ich konnte kein klares Gesicht ausmachen. Ich nahm majestätische Flügel an der ca. 2,5 m großen Lichtgestalt wahr – und intuitiv wußte ich, daß es Erzengel Michael höchstpersönlich war, der mir da gegenüberstand. Doch was wollte er von mir? Sollte ich ihn ansprechen? Was könnte ich ihn fragen? Alles, was mir in den Sinn kam erschien mir zu trivial, banal, belanglos…

Das Bild bewegte sich nicht – und ich hing irgendwie fest. Doch das Lichtwesen verdichtete sich und plötzlich war der Kontakt möglich. Ich erfuhr, daß ich mich auf dem richtigen Weg befinden würde. Dass es richtig gewesen sei, zu warten und daß alles einen Sinn ergeben würde.

Plötzlich ging mir ein Licht auf. Ich fragte Michael, ob er meinen persönlichen Schutzengel nicht für wichtigere Aufgaben gebrauchen könne. Denn ich käme auch alleine gut zu recht – und sei nicht auf diese himmlische Unterstützung angewiesen… Im Augenwinkel merkte ich, wie meine Engel kurz materialisiert, von meiner Seite rüber zu seinem Big-Boss wechselte… Er war dankbar: erstens dafür, daß ich seine Existenz überhaupt wahrgenommen und anerkannt jatt. Und zweitens, daß ich ihn freisetzte. Denn in der Tat: ich brauchte ihn nicht, und er hatte sich eher gelangweilt. Als Dankeschön und zum Abschied gab er mir ein Geschenk – dessen Inhalt ich mir noch nicht bewußt geworden bin.

Irgendwie schienen alle glücklich und zufrieden. Dies war der gewünschte Ausgang. Erzengel Michael gab mir seinen Segen – und verschwand mit ausgebreitetem Flügel in einem Lichtstrahl, der sich am Himmel noch kurz zu einem Regenbogen auffächerte – und dann verschwand. Ich wurde ermutigt, meinen Weg fortzusetzen.

Ich kam mir leichter und freier vor – obwohl ich wußte, daß ich fortan auf mich allein gestellt wahr und keine weitere Unterstützung von den Engeln erfahren würde. Aber offenbar sollte es so sein. Frohen Mutes folgte ich dem Trampelpfad weiter durch die grüne Landschaft. Der Boden war weich und ich federte leicht beim Gehen. Ich näherte mich dem Waldrand. Links und rechts Wachholderbäume, dann zeigten sich Birken und Erlen. Der Weg wurde breiter und führte in den Wald hinein. Der Wind säuselte in den Blättern und das Vogelgezwitscher wurde lauter. Plötzlich kreuzte eine riesige Schildkröte langsam und bedacht den Weg. Was suchte sie hier? ICh war überracht. Offensichtlich war es eine Meeresschildkröte, also fernab von ihrem eigentlichen zuhause. Sie begann mit mir zu kommunizieren. Nicht in gesprochener Sprache, eher telepatisch. Der Sinn entfaltete sich in meiner Gedankenwelt. Sie schenkte mir einen Schildkrötenpanzer, der mir fortan als Schutz dienen sollte. Ich bedankte mich und setzte den Weg weiter fort. Mir sollten noch weitere Tiere begegnen, die mir je etwas mit gaben und mich ausrüsteten. Ein Keiler schenke mir seine Nase – und ein paar Hauer als Glücksbringer. Von einem Elephant erhielt ich ein kraftvolles Gedächtnis. Ein Fuchs übertrug mir seine Schläue… Ich konnte innerlich gar nicht Schritt halten mir all den Wesen, denen ich begegnete und die mir je etwas zutrugen…

Ich hörte schon das Rauschen des Wasserfalls aus der Ferne. Der Weg wurde breiter und entlud sich in einer Lichtung. Ich wußte, daß sich hinter dem Wasserfall selbst eine Höhle befand, in die ich gelangen mußte. Ich entkleidete mich  – und sprang in das klare und eiskalte Wasser. ICh mußte stark gegen die Strömung anschwimmen. Dann tauchte ich, kämpfte mich weiter vor gegen den Sog und unter dem Wasserfall hinweg. Ich geriet in eine stillen Pool hinter dem aus dem herabfallenden Wasser bestehenden Vorhang. Dort war der Eingang zur Höhle, ein in den Berg hineinführender Tunnel, links und rechts mit lodernden Fackeln beleuchtet. ICh stieg aus dem Becken empor – und fühlte mich wie neu geboren. Ich wünschte mir ein Handtuch – und befand mich plötzlich in ein Schaffell gekleidet.

Ich folgte dem beleuchteten Tunnel in das Innere des Berges. Der tosende Wasserfall geriet immer mehr in den Hintergrund, bis er nur noch als fernes Rauschen wahrzunehmen war. (Wie der Tinitus, der mich begleitet, seit ich denken kann.) Der Tunnel entlud sich schließlich in eine rießige unterirdische Höhle. Vor mir lag ein stiller See, gesäumt von Stalagmiten und Stalaktiten. Es tropfte von der Decke – eine angenehme Geräuschkulisse. Eine Fledermaus erschien vor mir – und gab mir seine Sonar als weiteres Geschenk. Plötzlich kam ein Windstoß auf, die Fackeln wurden davon ausgeblasen und ich befand mich kurzfristig in absoluter Dunkelheit.Bis ich mich auf mein Ultraschall besann, mit dem ich über mein inneres Auge sehen konnte.

Auf der anderen Seite des Sees erstrahlte plötzlich ein majestätisches weißes Pferd, vielleicht auch ein Einhorn – es schien mich zu sehen und erkennen. Galoppierend überquerte es den See auf der Wasseroberfläche. Ich spürte keine Angst; vielmehr in freudiger Erwartung was da auf mich zukommen möge. Bei mir angekommen verwandelte die Gestalt sich in einen bärtigen, alten, weise wirkenden Mann, in weißem Gewand gekleidet. Ich dachte, daß dies der Eremit sei, wegen dem ich gekommen war. Er erinnerte mich an Gandalf oder Dumbledore, eher an einen Druiden als an eine Buddha-Natur. Er kam mir sehr vertraut und vertrauenswürdig vor. Er schien mit mir auf telepathischem Wege zu kommunizieren. ICh wußte, daß er Wissen auf mich übertrug. Wissen, das ich eines Tages gebrauchen würde, das in meinem Unterbewußtsein abgespeichert wurde und dessen Inhalt ich erst erfahren könne, wenn ich es brauchen würde. Er erklärte, daß ich für meine Aufgabe bestens gerüstet sei. Daß ich alles bisher richtig gemacht hätte – sonst wäre ich nicht hierher gelangt. Ich solle meine Vergangenheit akzeptieren, mich nicht länger damit aufhalten – sondern mich der Zukunft zuwenden. Ich sei auf dem richtigen Weg – und solle ihn unbeirrt fortsetzen.

Plötzlich hielt er einen goldenen Kelch in seiner Hand. Er schöpfte damit aus dem See – und gab ihn mir zu trinken. Ich nahm den Kelch entgegen; das Wasser schmeckte süß und…

Die Welt löste sich auf, ich war losgelöst von Raum und Zeit, mitten im Nichts. Vollkommen unbewegt, doch erfüllt von innerem Frieden und Genugtuung. Meine Therapeut suggerierte mir, abzuwarten, was geschehen würde…

Ein Delphin tauchte plötzlich kurz auf und verschwand wieder… Dann war ich vor der Sphinx, erkannte die Pyramiden von Gizeh dahinter. Ich erinnerte mich, daß ich im realen Leben genau dort am 28.03.03 stand. Und dann erinnerte ich mich auch an die Delphinverbindung: an jenem Tag war der mir bekannte Delphin Iris im Zoo Duisburg verstorben… Aber was war der übergeordnete Zusammenhang?… Dann stand ich auf einmal vor dem Taj Mahal in Indien. Auch hier hatte ich direkt das Datum aus meiner realen Erinnerung parat: 12.10.08… Als nächstes wurde mir bewußt, daß ich die ursprünglich ersonne idyllische Landschaft, von der aus ich mich auf diese Reise begeben hatte, aus Erinnerung von 1987 zusammengesetzt hatte, von meiner Zeit in den USA. Die Berge, der See – das war alles in Wyoming, nicht unweit vom Yellowstone Park. Es war also ein realer Ort gewesen… und mit dieser Erkenntnis stellte sich das nächste Bild ein. Ich saß an einem LAgerfeuer, mir gegenüber ein alter Indianer in Federschmuck. Er forderte mich dazu auf, mich zu erinnern, daß ich auf den Namen „Mad Cow“ getauft worden sei. Ich solle mich auf meine Wurzeln besinnen… Ich verlor mich in dem Flammenspiel des Feuers. Ein wahrer Bilderstrom durchflutete mein Unterbewußtsein. Nichts davon konnte ich greifen. Doch ich wußte, daß ich das nicht mußte, daß ich in guten Händen war und alles seine Richtigkeit hatte… Wieder nahm ich die tanzenden Flammen wahr – und mir wurde bewußt, was da ablief. Mit Hilfe des Sonars wurden meine Erinnerungen an die Vergangenheit bereinigt. Nur das tatsächlich, das materielle blieb – herausgefiltert wurde alles hinzugedichtet oder was sich über die Zeit eingeschlichen hatte. Ich hatte den Eindruck, als würde mein Gedächtnis digitalisiert werden… Und am Ende konnte ich mein Lebensbuch in Form einer Disc mitnehmen – ich war den Balast der Vergangenheit los. Und ohne die Last dieses Gepäcks konnte ich mich auflösen und in einen Lichtstrahl verwandeln…

Die Sitzung nahte dem Ende und es war allmählich Zeit, ins Hier und Jetzt zurückzukehren. Mein Therapeut forderte mich auf, das soeben Erlebte nochmal Revue passieren zu lassen… Ich wußte also, daß ich mich auf dem richtigen Weg befand – und diesen unbeirrt fortsetzen solle. Daß alles zur entsprechenden Zeit sich ergeben würde. Daß sich meine Geduld und Ausdauer bezahlt gemacht hatte. Ich hatte keine Führung – vielmehr bestand meine Aufgabe darin, zu führen. Ich war gerüstet worden, um einen Weg zu bereiten, auf dem ich meine Seelenfamilie durch das Labyrinth dieser Welt zu geleiten habe.

Der Psychologe holte mich aus meiner Trance zurück – mit ein paar tiefen Atemzug gelangte ich wieder in mein äußeres Selbst. Ich streckte mich, blinzelte vorsichtig, rieb mir die Augen – und setzte mich auf. Ich war wieder da. Wow, was für ein Trip! Schade, daß dies womöglich die letzte Sitzung war. Aber die Vorarbeit hatte sich gelohnt. Ich war endlich wo angekommen.

2. September 2009

Ramadan

Heute ist der 13. Tag des Fastenmonats Ramadan – ich habe also fast die Hälfte geschafft. Wobei das Bergfest wohl eher spärlich ausfallen dürfte; ich trinke momentan natürlich kein Alkohol.

Morgens stehe ich also zeitig vor Sonnenaufgang auf, um dann noch gemütlich und entspannt frühstücken und meine Wasserreservoirs für den Tag auffüllen kann. Um 5:55 klingelt der Wecker. Mein Körper ist schon so darauf getrimmt, daß ich in der Regel zwei Minuten vorher aufwache. Ich mag das Geräusch meines Weckers nicht und bin intuitiv bemüht, ihm gar nicht erst begegnen zu müssen.

Gegen Nachmittag werde ich dann zunehmend angespannt und leicht reizbar. Ich rege mich über Dinge auf, die ansonsten komplett an mir vorbeigehen und mich kalt lassen würden. Ich bin eher ungeduldig mit meinen Mitmenschen – und muß mich arg zusammenreißen und zurückhalten. Den Durst und den Hunger kann ich recht gut ausblenden. Doch mit den Menschen muß man sich auch weiterhin auseinandersetzen, da führt kein Weg dran vorbei. Also übe ich mich in Selbstbeherrschung und Gedankenkontrolle. Das klappt mal recht und öfters schlecht. Es tut mir auch leid, wenn ich die Geduld verliere und aufbrausend werde. Dagegen bin ich bisweilen machtlos. Ich lerne viel über mich – und über die Impulse, die in meinem Inneren Knöpfe drücken.

Das Abendessen vorzubereiten ist relativ schwierig. Wie soll man etwas planen und an etwas denken, was man so bewußt ausblendet? Ich koche meist etwas unkompliziertes und schnelles. Und in der Regel bin ich auch erst eine viertel bis halbe Stunde nach Sonnenuntergang dann soweit. Seltsamerweise sind Hunger und Durst automatisch verschwunden, wenn das unterdrücken müssen vorbei ist. Ich könnte auch erst eine Stunde später wieder was zu mir nehmen. Der emotionale Druck ist weg und Entspannung macht sich breit.

Schön ist, daß die Tage immer kürzer werden.  Am 21.Aug. ging die Sonne noch um 6:07 auf und um 20:38 unten, mittlerweile um 6:28 auf und um 20:10 schon wieder unter. Am 19. September dauert der Tage gerade mal von 6:57 bis 19:29. Wenn man Ramadan macht, nimmt man diesen planetaren Rhythmus sehr bewußt wahr. Das Leben hängt ja quasi davon ab! Und irgendwie kommt es mir vor, als würde sich auch ein anderes Verhältnis zur Zeit an sich einstellen.

Ich bin froh und dankbar, daß es momentan nicht gar so heiß ist – und auch, daß ich nicht allzu schwer körperlich arbeiten muß. Das macht es schon leichter und angenehmer. Ich kann mich auch glücklich schätzen, daß ich nicht in Ägypten lebe. Hier bringe ich ein kleines Opfer; dort würde ich regelrecht leiden.

Da der Islam sich nach einem lunaren Kalender richtet, hat deren Jahr nur 354 Tage. Ramadan verschiebt sich also jeweils um 10 Tage nach vorne. 2010 werde ich folglich von 11.August bis 09. September, 2011 vom 01. bis 30. August fasten müssen. Der Fastenmonat rutsch zunehmend in die heißeste Zeit des Jahres…

So, dann beschäftige ich mich mal weiter damit, nicht an Essen und Trinken zu denken.

Ich wünsche guten Appetit!

Ihr Christen müßt zwar länger fasten – aber dafür zu einer wesentlich angenehmeren Jahreszeit. Mal schaun – vielleicht mache ich im kommenden Jahr aus Solidarität auch bei Euch mit. Heuer habe ich nur keinen Alkohol zwischen Aschermittwoch und Ostern getrunken. Doch das ist ja nichts halbes und nichts ganzes. Und nein – ich mache das nicht alles, um mich bei Gott einzuschmeicheln. Ein Schelm, wer so was denkt. Wobei ich schon so einiges gut zu machen hätte.

19. August 2009

Glaubensätze und Überzeugungen

Gespeichert unter: Gott und die Welt — by wechselwirkung @ 02:56

Alle Menschen sind gleichermaßen, unabhängig von Glaube oder Taufe, in dem Tod Jesu geeint – wohlgemerkt in dem Ereignis, nicht in seiner Person. Das spiegelt sich in der global anerkannten (christlichen) Zeitrechung wieder, die in der materiellen Sphäre Allgemeingültigkeit hat. (Verknüpfende Elemente sind Y2k, 911 und der Beginn der Olympischen Spiele von Bejing am 08.08.08 um 08:08)

Nur das, was in Sprache gefaßt werden kann, existiert. Das Wort ist die kleinste und basale Informationseinheit. (Im Anfang war das Wort).

Wahrheiten werden über schriftlich vereinbarte und geschlossene Verträge geschaffen. Dazu bedarf es stets zweier Parteien, sowie einer unabhängigen dritten Instanz, die als Zeuge bzw. Notar fungiert.

Die Welt ist eine auf Schrift basierende Matrix, die den physikalischen Naturgesetzen gehorcht und klaren Gesetzmäßigkeiten folgt.

Alles ist vernetzt; alle sind mit- und untereinander verbunden.

Das irdische Leben ist für die Seele ein Traum, der mit der Geburt beginnt und im Tod endet.

Die Erde ist ein Big-Brother-Haus. Jeder ist der Mittelpunkt einer persönlichen Truman-Show.

Jeder Mensch hat eine persönlichen Schutzengel, der ihm zur Seite steht – aber nur eingreifen darf, wenn dies im Vorfeld ausdrücklich gewünscht wurde.

Der individuelle Lebensfilm wird über die DNS als Black-Box/ Fahrten-schreiber in Bild und Ton aufgezeichnet, dokumentiert und in der sogenannten Akasha-Chronik archiviert.

Jeder Mensch handelt eigenverantwortlich und muß sich im Anschluß an das Leben für seine Worte und Taten rechtfertigen.

Nichts geschieht grundlos; alles hat einen tieferen Sinn, auch wenn dieser sich nicht immer unmittelbar erkenn läßt.

Das einzelne Individuum unterteilt sich in Seele, Verstand, Geist und Körper.

Was man glaubt, das wird für die Seele wahr.

Der Körper ist die Marionette der Seele, ihre Spielfigur auf der Bühne der Welt.

Alles wirkliche Leben ist Begegnung.

Die ausgleichende kosmische Gerechtigkeit ist ein allgemeingültiges, unumstößliches Prinzip.

Jeder ist seines Glückes Schmied. Das Universum unterstützt wertfrei alle Bestrebungen, um die Selbstverwirklichung und freie Entfaltung der Persönlichkleit zu fördern.

Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch zurück.

Man wird im Leben primär durch die Personen bestimmt, die man selbst als Freunde bezeichnet. Gleiches löst sich in Gleichem.

Die letzte Neanderthalerin ist die rechtmäßige Erbin des Planeten Erde und personifizierte Platzhalterin von Mutter Erde.

Jeder Mensch hat einen Delphin-Seelenpartner als virtuelles Ebenbild im Reich der Meere.

Nichts ist unglaubwürdiger als die Wirklichkeit.

Die Menscheit lebt einen kollektiven Traum auf dem Holodeck des Raumschiff Erde. Der Planet Erde existiert (seit dem letzten Weltuntergang) nur im Cyberspace.

Der Spieltrieb ist der initiale Lebensfunke und das, was eine Seele sich inkarnieren läßt.

Jede Individualseele, die in die inneren Kreise des belebten Universums vordringen möchte, muß zuerst als Mensch inkarnieren. Der Mensch ist der gemeinsame Nenner und objektiver Maßstab.

Der einzelne Mensch befindet sich im Spanngungsfeld zwischen kollektivem Unbewußten auf der einen und herrschendem Zeitgeist auf der anderen Seite.

Das irdische Kollektiv unterteilt sich in von einander abgetrennte Sprachräume.

Gesundheit ist das oberste Gut.

Das Universum als übergeordneter Organismus strebt nach Funktionalität, Effizienz, Harmonie.

… (to be continued)…

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